Kosmische Gesetze

Die „Kosmischen Gesetze“ oder Lebensgesetze sind weltweit bekannt und von vielen Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen beschrieben worden. Bekannte Autoren dazu sind etwa Deepak Chopra, Rüdiger Dahlke, Thorwald Dethlefsen, Kurt Tepperwein, Joseph Murphy, Neale Donald Walsch, Ruediger Schache, Pierre Franckh, Demian Lichtenstein.

 

Hier ein kurzer Überblick über die wichtigsten universellen Weisheiten:

Lebenssinn

Das Leben hat einen Sinn, der jenseits der materiellen Realität und der objektiven Tatsachenwelt liegt. Der Sinn des Lebens besteht im Erkennen der eigenen seelischen Identität, im spirituellen Lernen, in der Selbsterfahrung und der Selbstverwirklichung – und er wird immer auf die eine oder andere Art erreicht.

Universelle Einheit und individuelle Einzigartigkeit

Alles, was existiert kommt aus der Einheit, dem universellen Bewusstsein. Alle Menschen sind eins, doch zugleich hat jeder seine einzigartige individuelle Identität. Jeder ist ein einzigartiges Muster aus dem universellen Farbspektrum – beziehungsweise eine einzigartige Kombination von Qualitäten, Talenten und Interessen.

Alles ist mit allem verbunden

Da alles aus dem einen Bewusstsein kommt, ist auf der höchsten Ebene, der Ebene des Absoluten, immer alles eins und miteinander verbunden. So stehen alle Wesen miteinander in Kontakt und sind übereinander informiert. Dies ist aber auf der Erfahrungsebene des Individuums nicht bewusst. Menschen können sich sogar als völlig isoliert empfinden, da sie ihr Bewusstsein von ihrer Seele zeitweise abspalten können. Um in das Gefühl der Verbundenheit zurückzukommen, hilft Meditation. In der Meditation ist man bewusst mit der Seele verbunden und deshalb über die Seelenebene auch mit anderen Menschen, ebenso wie mit Naturwesen und geistigen Helfern.

Was man für sich selbst tut, tut man auch für die Welt

Da alles verbunden ist, hat die eigene Gedanken- und Gefühlswelt Auswirkungen auf die ganze Welt – ebenso wie die ganze Welt die eigene Gedanken- und Gefühlswelt beeinflusst. Jeder hat aber die freie Wahl, wie er mit den Einflüssen umgehen will. Je mehr Menschen sich auf Heilung, Liebe und Wahrheit ausrichten, umso leichter ist es allerdings auch kollektiv. Deshalb unterstützt jeder, der in sich selbst Ganzheit und Frieden herstellt, durch seine Ausstrahlung auch Gleichgesinnte und die ganze Erde.

Was man für andere tut, tut man auch für sich selbst

Wer einem anderen hilft, erfährt ebenso glückliche und erhebende Gefühle wie derjenige, dem geholfen wird. Wer einem anderen scheinbar hilft, ihn tatsächlich aber von sich abhängig macht, oder wer es zulässt, dass sich der andere von ihm abhängig macht, wird sich ebenfalls abhängig fühlen. Dann findet keine gegenseitige Bereicherung statt. Echte Hilfe ist immer Hilfe zur Selbsthilfe. Man kann nur denjenigen effektiv helfen, denen man sich nahe fühlt und von deren Problemen man sich innerlich angesprochen fühlt. Um anderen helfen zu können, muss man zunächst für sich selbst sorgen und sich abgrenzen können.  

Die Seele ist unzerstörbar

Entstehen und Vergehen betrifft die Erscheinungswelt, zu der der Körper und die psychische Verfassung gehören. Die Seele und das reine Bewusstsein sind essenziell und unzerstörbar. Durch Meditation kann man diese Ebene essenziellen Seins in sich spüren. Dadurch hört man auf, sich mit Vergänglichem zu identifizieren und gewinnt mit der Zeit innere Ruhe und Sicherheit.

Liebe ist die schöpferische Kraft und die einzige wahre Realität

Obgleich es auf Erden alle erdenklichen Boshaftigkeiten gibt, sind diese kein Teil der ursprünglichen Realität. Sie haben keine schöpferische Kraft und keine reale Macht. Viele Menschen glauben zwar, durch Lieblosigkeit und destruktiven Energieeinsatz Macht über andere ausüben zu können. Das ist aber eine Illusion: Opfer dieser Leute kann man nur dann werden, wenn man selbst nicht in der Liebe ist und nicht an die schöpferische Kraft im eigenen Inneren glaubt. Aus Angst spielt man dann ein Ohnmachtsspiel, verleugnet die eigene Macht und setzt sich der Destruktivität liebloser Leute aus. Solche Spiele (die sich über Inkarnationen fortsetzen können) nehmen aber immer irgendwann ein Ende und dann wird uns unsere wahre Freiheit bewusst.

Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar

Es liegt auf einer transzendenten Ebene jenseits der objektiven Wirklichkeit und kann uns vom Leben weder gegeben noch genommen werden. Freiheit, Glückseligkeit, Frieden, Stärke, Selbstbewusstsein und seelische Qualitäten aller Art können nur im eigenen Inneren gefunden werden. Wer grundlose Liebe für sein eignes Sein empfindet, kann diese Liebe auch mit anderen teilen und dadurch verstärkt erfahren. Diejenigen Energien, die man im eigenen Inneren spüren kann, zieht man auch aus dem Umfeld an, denn man befindet sich mit ihnen in Resonanz.

Ereignisse manifestieren sich durch das Resonanzprinzip

Ehe sich ein Ereignis manifestiert, ist es auf der energetischen Ebene erschaffen worden. Durch unsere Glaubensvorstellungen, Gedanken, Gefühle und Absichten verbinden wir uns mit ähnlich schwingenden Menschen. Zusammen mit ihnen erschaffen wir (meist unbewusst) unsere Lebenswirklichkeit. Wir können diese bewusst verändern, wenn wir zu neuen Erkenntnissen über uns selbst und unsere Möglichkeiten kommen.

Man bekommt das vom Leben, was man erwartet

Wir strahlen unsere Erwartungen als mental-emotionale Energien aus und ziehen deshalb diejenigen Ereignisse ins Leben, die unseren Erwartungen entsprechen (Resonanzprinzip). Das scheint wiederum unsere Überzeugungen zu bestätigen. Um aus der Spirale selbsterfüllter Glaubenssätze auszusteigen, benötigt man eine Offenheit für Neues, die meist durch unbewusste Blockaden erschwert wird. Oberflächlich positiv denken hilft meist nichts – vielmehr ist es nötig, alte Enttäuschungen zu verarbeiten und Ängste aufzulösen. Glück und Erfolg wird verhindert, solange man unbewusst negative Erfahrungen aus der Vergangenheit in die Zukunft projiziert. Erst wenn man diese Erfahrungen verstanden hat, kann man wirklich optimistisch in die Zukunft blicken. Das erkennt man daran, dass man sich mit Leichtigkeit und freudiger Erwartung klar vorstellen kann, was man sich wünscht. Wenn sich die Wunschvorstellung irgendwie unklar und unrealistisch anfühlt, sind noch Blockaden aus der Vergangenheit vorhanden.

Traumatische Erfahrungen werden entweder aufgelöst oder wiederholt

Da man stets das anzieht, worauf man sich konzentriert, stellt Angst (auch verdrängte unbewusste Angst) eine starke Quelle der Anziehung dar. Um eine traumatische Erfahrung nicht in ihrem faktischen oder energetischen Gehalt zu wiederholen, muss man sie bewusst verarbeiten. Wir ziehen immer wieder das an, wovor wir Angst haben, bis wir unsere Angst transformiert haben. Doch können wir diese Situationen, in denen wir in angstmachende Energien „hineingezogen“ werden, auch direkt nutzen, um das alte Trauma aufzulösen: Indem wir nicht erneut innerlich flüchten, sondern in der Erfahrung emotional präsent bleiben. Dadurch wird die Angst schließlich als Illusion erkannt, und das wahre Selbst wird bewusst.

Die Energie folgt der Aufmerksamkeit

Unsere Energie fließt dorthin, wohin wir unsere Aufmerksamkeit lenken. Durch Aufmerksamkeit nähren wir unsere Wünsche, aber auch unsere Sorgen. Wir können unsere Energie auf ganzheitlich lohnende Ziele lenken. Das schützt davor, sie an Energieräuber zu verlieren. Wenn man nicht bewusst darauf achtet, welchen Menschen und Dingen man Aufmerksamkeit schenkt, wird man unweigerlich fremdbestimmt und fremdgesteuert, und man lässt seine Energie für die niedrigen Interessen anderer missbrauchen. Dadurch geht die schöpferische Kraft verloren. Um schöpferisch zu leben, ist es nötig, grenzverletzende Menschen, Klatsch und Tratsch, sinnleeren Konsum und billige Unterhaltung zu meiden. Dann kann man seine Aufmerksamkeit auf höhere Visionen richten und diesen näher kommen.

Liebe ist magnetisch

Liebe wirkt durch Anziehung, nicht durch Anstrengung. Unangenehme Anstrengung ist ein Missbrauch von Lebensenergie und ein Zeichen dafür, dass man sich nicht in der Liebe befindet. So kommt man seinen wahren Wünschen nicht näher – man kann zwar einiges erreichen, aber es macht einen nicht glücklich. Glücklich ist man nur im magnetischen Zustand, in dem die Energie von selbst fließt. Liebe fließt von selbst zwischen Menschen, die dafür offen sind. Wo keine Liebe fließt, kann man nichts Besseres tun als sich zurückziehen. Wer sich selbst wertschätzt, vertraut auf die magnetische Kraft der Liebe anstatt sich Liebe verdienen zu wollen. Liebe wird nicht verdient, sondern durch Offenheit, Freude und Dankbarkeit angezogen. So ist es auch mit guten Gelegenheiten, die man sich wünscht und die im Einklang mit der Seele stehen.

Schöpfer und Schöpfung sind eins

Schöpfung geschieht nicht „auf dem Reißbrett“ sondern findet unentwegt von neuem statt. Schöpfung und Schöpfer existieren nicht als unterschiedliche Wesen, sondern als unterschiedliche Bewusstseinszustände. Es handelt sich um verschiedene Ebenen desselben Bewusstseins, das sich sowohl innerhalb der Grenzen etwa des Mensch-Seins aufhält, als auch außerhalb davon. Alle Wesen der Schöpfung sind gleichzeitig Schöpfer auf die jeweils ihnen eigene Art. Sie haben jeweils ihren eigenen Verantwortungsbereich, der ihren Fähigkeiten und Möglichkeiten entspricht. Viele sind sich dessen aber nicht bewusst, etwa die Menschen in ihrem alltäglichen Zustand, die oft glauben, so etwas Ähnliches wie Marionetten zu sein.  

Alles befindet sich in Evolution

Alles im Universum befindet sich in einem Prozess der Evolution und Entfaltung. Nichts in der Erscheinungswelt bleibt ewig gleich, sonst würde es langweilig. Will man sich dem Strom der Veränderung und Entwicklung widersetzen, erzeugt man Leid. Versteht man sich selbst als ein in Entwicklung befindliches Wesen, kann man sich eher mit Freude und bewusst weiterentwickeln. Man kann alte Selbstbilder immer wieder loslassen, um seiner wahren Identität näher zu kommen. Die wahre Identität ist und bleibt immer vollkommen. Sie ist bereits vollkommen, und zugleich ist sie in ständiger Entfaltung.

Alle Entwicklung verläuft zyklisch

Entwicklung verläuft nicht linear, sondern zyklisch. Bewegung und Ruhe, Nach-Außen-Gehen und Einkehr, Verausgabung von Kraft und Sammlung von Kraft sind gleichermaßen wichtig und müssen sich abwechseln. Sie sind wie männlich und weiblich aufeinander angewiesen. Um nicht aus dem Gleichgewicht zu geraten, ist es nötig, den Wert jedes Entwicklungsstadiums zu erkennen und zu würdigen. Das hilft auch, ein Gespür für die jeweilige „Zeitqualität“ zu entwickeln und intuitiv zu wissen, wann etwas am besten getan oder unterlassen werden sollte.  

Heilung und Harmonie ist ein Naturgesetz

Die natürliche Ordnung ist überall harmonisch und fördert die harmonische Entfaltung all ihrer Teile. Wird durch die widernatürlichen Bestrebungen der menschlichen Psyche Disharmonie erzeugt, treten Störungen auf. Ein destruktiver Umgang mit Lebensenergie macht krank. Doch dem Organismus wohnt das natürliche Streben nach Selbstheilung inne, das ganz von selbst zur Heilung führt. Dazu ist nichts weiter nötig, als jene innere Haltung, die den freien Energiefluss unterdrückt, loszulassen.  

Widrigkeiten sind Wachstumsgelegenheiten

Die Widrigkeiten und schwierigen Umstände, die jedem Menschen im Leben begegnen, stellen Lernmöglichkeiten dar, um mehr Stärke, Einsicht und Bewusstsein seiner selbst zu erlangen.

Leid kann transformiert werden

Leid wird transformiert, wenn man die Lernaufgabe darin erkennt und zu einer neuen inneren Haltung findet. Leid fordert dazu auf, Liebe, Achtung und Verständnis zu entwickeln – für andere ebenso wie für sich selbst. Dann lösen sich die leidvollen Umstände auf, oder, wenn die äußere Situation bestehen bleibt, wird sie dennoch innerlich nicht mehr als leidvoll erlebt. Menschen wachsen innerlich meist durch Leid – sie können aber auch durch das freudvolle Streben nach geistiger Erweiterung und wahrer Selbstverwirklichung wachsen.

Anhaftung erzeugt Verblendung und Verblendung erzeugt mehr Anhaftung

In unserer Zeit erkennbar an der Verkehrung der Werte durch den Markt- und Warenfetischismus: Das Selbstwertgefühl des Menschen hängt davon ab, wie gut er „sich verkaufen“ kann.

Mut und Klarsicht fördern sich gegenseitig

Wer den Mut hat, die Wahrheit zu sehen und sein Handeln danach auszurichten, wird von Verwirrung und Vernebelung frei. Je klarer die Sicht, umso leichter fällt es wiederum, die Absichten anderer richtig einzuschätzen und mutig der inneren Stimme zu vertrauen.

Klarsicht ist die Voraussetzung für die Verwirklichung von Wünschen

Solange man unter dem Einfluss von Verwirrung steht, ist es nicht möglich, die eigenen Wünsche klar zu definieren und zu verwirklichen. Je besser das Unterscheidungsvermögen wird, umso klarer wird erkennbar, wo und wie man seine Herzenswünsche umsetzen kann. Klarsicht wird durch die emotionale Verarbeitung vergangener Frustrationen und die Auflösung von Blockaden (Selbstsabotage) erreicht.

Selbstvertrauen und Selbstverwirklichung bedingen sich gegenseitig

Um eine neue Qualität im Inneren zu entwickeln, die man bislang noch nicht auf dem gewünschten Niveau verwirklicht hat, benötigt man Selbstvertrauen. Das Selbstvertrauen wiederum wächst, wenn man Erfahrungen macht, in denen man „über sich hinauswächst“ – also seelische Qualitäten auf neuartige Weise verwirklichen kann.

Ereignisse folgen dem Gesetz von Ursache und Wirkung

Auch wenn Zufälle willkürlich erscheinen, hat das, was einem „zufällt“, immer eine Ursache. In der materiellen Welt kann ein großer zeitlicher Abstand zwischen der Ursache und dem Eintreffen eines Ereignisses liegen. Manchmal erfüllen sich Wünsche, die man viele Jahre früher gehegt und dann nicht mehr beachtet hat. Sie erfüllen sich dann, wenn die Zeit „reif“ dafür ist und alle Bedingungen für die Erfüllung gegeben sind. Jede Absicht, die man klar und deutlich aussendet, hat eine Wirkung auf die Zukunft. Gedanken sind – in positiver wie in negativer Hinsicht – wirkungsvolle Kräfte, wenn sie mit starker Absicht und mit Gefühlen aufgeladen werden. Wer negative Absichten auf andere richtet (etwa Hass, Neid, Missgunst, Kontrollsucht…) begibt sich dadurch in einen Schwingungszustand, der ihn empfänglich für dieselben Energien macht und wird früher oder später selbst „Opfer“ der Negativität anderer. Wer anderen liebevolle und aufbauende Energien sendet, wird hingegen selbst die Erfahrung anziehen, geliebt und unterstützt zu werden.    

Wie Außen, so Innen

Was man in der Welt um sich herum vorfindet, ist nicht zufällig da, sondern kann als Spiegel der eigenen Innenwelt betrachtet werden. Zumindest dann, wenn es einem auffällt, in negativer oder positiver Weise. Damit ist nicht gemeint, dass man „genauso“ sei wie die Menschen, mit denen man momentan zu tun hat, oder dass man sich auf dem gleichen Niveau befinde wie sie. Es bedeutet aber, dass man etwas aus dem eigenen Inneren in ihnen wiederfinden kann. Anstatt sich über andere aufzuregen kann man deren Ängste, Neurosen oder Eitelkeiten studieren um die eigenen besser zu verstehen. Hat man einen anderen wirklich verstanden, hat man auch ein neues Verständnis für sich selbst gewonnen. Deshalb ist die Bemühung um echtes Verständnis so lohnend – sie kann die eigene Entwicklung deutlich erleichtern und beschleunigen.

 

Ich finde, dass man bei der Beschäftigung mit kosmischen Gesetzen immer auch die besondere Komplexität der menschlichen Psyche berücksichtigen muss. Deshalb habe ich mein Buch über kosmische Gesetze, „Die Weisheit der Sphinx“ auch dem Anliegen gewidmet, die menschliche Psyche besser zu verstehen. Ein Artikel daraus ist „Die Kraft der Selbstbefreiung“.

Übrigens: Der allgemein verbreiteten „Wünscheritis“ möchte ich das Streben nach Glück in einem höheren Sinne, nach innerer Ganzheit und seelischer Selbstverwirklichung entgegensetzen.