Neues Denken

Nachdem die Illusionen der Moderne geplatzt sind, suchen die Menschen wieder nach Sinn und neuer Orientierung. Die alten Paradigmen sind überall gescheitert, und die alten Systeme und Institutionen werden ihren Aufgaben nicht gerecht. Wenn die Moderne die Zeit des Kontrollieren- und Beherrschen-Wollens war, scheint jetzt eine neue Sehnsucht nach Harmonie und Regeneration aufzukommen. Alle Bereiche der Gesellschaft benötigen neue Werte und eine neue Ausrichtung:

  • Das Wirtschaftsleben auf der Grundlage von Ausbeutung und Zinseszins erzeugt immer größere Ungleichgewichte, wahrscheinlich bis zum nächsten Kollaps. Immer mehr Unternehmer streben inzwischen nach echter Nachhaltigkeit, nach Respekt und Ehrlichkeit im Umgang und nach neuen und gerechten Strukturen, die allen Menschen dienen.
  • Bildung hat bisher nicht den Menschen in den Mittelpunkt gestellt, sondern sein Funktionieren  in fremdbestimmten Situationen. Diese Ausrichtung erzeugt in Schulen eine krankmachende Atmosphäre, auf die immer mehr Kinder mit „Verhaltensstörungen“ aller Art reagieren. Nun kommen zunehmend Ideen und Ansätze auf, die ein selbstbestimmteres und kreativeres Lernen ermöglichen.
  • In der etablierten Medizin wurde bisher der Mensch auf seinen Körper reduziert, und dieser wurde als eine Art Maschine betrachtet und behandelt. Da sich so nichts an den krankmachenden Lebensumständen der Menschen ändert, reagieren sie mit immer neuen und oft chronischen Erkrankungen. Die unspezifischen, schwer behandelbaren Syndrome (wie Burnout) nehmen zu. Inzwischen steigt aber auch das Interesse an ganzheitlichen Ansätzen stark an. Bücher über spirituelles Heilen werden Bestseller, und viele Menschen beschäftigen sich mit Energiearbeit, Aufstellungen und Methoden, deren Wurzeln im Schamanismus und in der alten Volksheilkunde liegen.
  • Um das Zinssystem aufrechterhalten zu können, muss die kapitalistische Wirtschaft grenzenlos wachsen. Profitmaximierung ist deshalb zum höchsten Wert geworden. Dem wurde auch die Landwirtschaft untergeordnet und die Nutzung der Umwelt allgemein. „Agrarwüsten“ prägen heute das Landschaftsbild und die Natur wurde in den letzten Jahrzehnten immer mehr den technischen Bedürfnissen des Menschen angepasst. Seit einiger Zeit gibt es aber ein neues Streben nach Lebensqualität, welches auch neue Werte aufkeimen lässt. Es gibt zunehmend ökologische Projekte, Renaturierungsprojekte und Menschen, die im Einklang mit der Umwelt leben wollen.
  • Die alten Rollenbilder und Beziehungsideale funktionieren nicht mehr. Ein neues Maß an Authentizität ist überall gefordert, und ein neuer Pluralismus fordert jeden dazu heraus, seinen individuellen Standpunkt zu finden und seine eigenen Werte zu leben.
  • Die großen gesellschaftlichen Ideologien sind gescheitert. Das ruft wieder die Philosophie auf den Plan, die jahrzehntelang praktisch keine Rolle mehr gespielt hat. Auch die Suche nach einer neuen Spiritualität und einem neuen Menschenbild bewegt heute große Teile der Bevölkerung.

Weltweit verbreiten sich neue Denkweisen und neue Weltbilder. Das Wissen um kosmische Gesetze nimmt zu. Immer mehr Menschen erkennen die Einheit aller Menschen und darüber hinaus die Einheit aller Wesen der Natur.

Autoren des neuen Denkens sind beispielsweise Robert Betz, Deepak Chopra, Neale Donald Walsch, Louise Hay, Varda Hasselmann, Sanaya Roman, Jane Roberts, Safi Nidiaye, Barbara Ann Brennan, Julia Cameron, Brandon Bays, Christian Bischoff, Brian Weiss, Caroline Myss und unzählige mehr.